Dienstag, 14. Oktober 2008

11. Tag, 13.10.08 Westmänner Inseln







Halb sechs aufstehen, alle meckern (wie immer) aber schliesslich müssen wir um acht Uhr am Flughafen in Reykjavik sein. Das Taxi wartet 15 Minuten vorher vor dem Hotel. Heute werden wir die Dash 8 von innen kennenlernen, etwas kleiner als die Fokker 50 und nur 37 Sitzplätze. Auf den Westmänner Inseln ist es etwas kühler als in Reykjavik und windig bei leichtem Regen. Wir hoffen, dass die Maschine nicht allzu sehr durchgerüttelt wird. Leider erfüllen sich diese Hoffnungen nicht und es rumpelt einige Male ziemlich heftig, der Pilot hat aber alles im Griff und wir landen sicher auf Heimaey. Am Flughafen erwartet man uns schon und wir werden mit dem Bus in die Stadt gefahren. In der Bäckerei, in der unser "Tourguide" Ruth arbeitet besprechen wir den weiteren Ablauf des Tages, ihr Mann fährt uns dann mit dem Bus einmal durch die Stadt und zeigt uns so die wichtigsten Punkte. Unterwegs meldet er uns gleich beim Naturkunde- und beim Heimatmuseum an. Beide sind eigentlich geschlossen aber werden extra für uns geöffnet. Mit dem Naturkundemuseum beginnen wir dann unsere Erkundungstour auf eigene Faust. In der Zeit bis der Mitarbeiter des Museums kommt, finden wir heraus, dass im Erdgeschoss des Gebäudes die Feuerwehr untergebracht ist und sehen ausserdem, dass für eine Gemeinde mit etwas über 4.000 Einwohner ein reger Verkehr herrscht. Die Kinder sind etwas traurig, weil sie jetzt endlich glauben, dass wir im Oktober wohl keine lebenden Papageitaucher zu Gesicht bekommen, da die schon lange auf dem Ozean sind und erst zur nächsten Brutzeit wieder an Land kommen. Dann wird uns das Museum aufgeschlossen und wir können uns die vielen Exponate in Ruhe ansehen. Alle Vögel, die es auf den Westmänner Inseln und in Island gibt, bekommen wir zu sehen, leider nur ausgestopft dafür aber sehr interessant präsentiert. Ausserdem finden wir auch präparierte Fische, Robbern, Polarfüchse und sonstiges Getier. Dann gibt es ein Aquqrium mit vielen Fischen, die es rund um Island gibt, diesmal aber lebend.

Dann die absolute Überraschung, der Mitarbeiter des Museums kommt mit einem Karton, nachdem er ihn öffnet sehen wir tatsächlich einen wenige Minate alten Papageitaucher in voller Lebensgrösse vor uns, das hatten wir nicht erwartet. Das Tier war zu schwach um mit seinen Artgenossen aufs Meer hinaus zu fliegen und wird im Museum aufgepäppelt. Die Kinder sind überglücklich und dürfen das Tierchen sogar in die Hand nehmen. Leider müssen sie ihn dann aber wieder hergeben und er kommt in seine Kiste zurück. Kurz danach kommt noch eine drei Monate alte Trottellumme zum Vorschein, die jeden Finger, den man ihr entgegenstreckt erst einmal für einen Schnabel hält aus dem essbares kommt. Auch dieser Vogel wird hier per Hand aufgezogen, seit er von seinem Felsen gefallen ist und im Naturkundemuseum abgegeben wurde. Hier werden übrigens im Sommer auch die jungen Papageitaucher untersucht vermessen und gewogen, die von den Inselbewohnern eingesammelt werden, wenn sie, irritiert durch die Lichter, in die Stadt fliegen und sich nicht mehr zurechtfinden.
Wir verabschieden uns vom Naturkundemuseum und machen uns mit vielen neuen interessanten Erfahrungen auf zum Heimatmuseum. Auch dort werden wir herzlich empfangen und haben beim Gang durch die beeindruckende Sammlung von Gegenständen aller Art aus der Frühzeit Heimaeys bis heute einen Begleiter, der gerne alle unsere Fragen beantwortet. Immer wieder sehen wir etwas neues und die Zeit vergeht wie im Flug.
Als nächstes machen wir uns auf den Weg zur "neuen Lava" die von dem Vulkanausbruch von 1973 stammt. Wir sehen Schilder mit Strassennamen und Hinweissteine auf Gebäude, die teilweise bis zu 40 Meter hoch mit Lava bedeckt sind. von hier ober bekommt man einen Eindruck davon, wie schlimm dieser Vulkanausbruch die Stadt getraoffen hat.
Kurz nach 12 Uhr mittags treffen wir in der Stadt in der Bäckerein ein in der Ruth arbeitet und nehmen die Gelegenheit war uns mit einem heissen Getränk und einigen von den Köstlichkeiten zu stärken, die dort hergestellt und verkauft werden. Um 13 Uhr öffnet nebenan der Souvenirshop in den Beate Pullover mit Puffinmuster gesehen hat, hinter denen Sie schon seit zwei Jaher her ist. Leider haben wir aber übersehen, dass das Geschäft im Winter nur an drei Tagen in der Woche geöffnet hat und heute eigentlich geschlossen ist. Auch hier hilft uns Ruth gerne weiter und ruft die Inhaberin zu Hause an. Fünf Minuten später schliesst diese uns dann Ihren Laden auf und wir dürfen einkaufen. Um einige Kleidungsstücke und Souvenirs reicher und viele Kronen leichter, machen wir uns auf den Weg zum Kino, in dem heute um 14 Uhr ein Film über den Vulkanausbruch von 1973, über Surtsey, Papageitaucher und vieles mehr von den Westmännern läuft. Es ist wohl unnötig zu erwähnen, dass in Abänderung des Programmplanes, extra für uns, die Version in deutsch gespielt wird. Nach dem Film, der knapp eine Stunde dauert gehen wir zurück zur Bäckerei um von dort aus mit Ruht und ihrem Mann eine eineinhalbstündige Tour zu den wichtigsten Zielen der Insel machen, natürlich mit ausführlichen Erläuterungen von Ruth. Am Ende der Tour setzten uns die beiden eine dreiviertel Stunde vor Abflug am Flughafen ab.

Herzlichen Dank für einen tollen Ausflug an Ruth, ihren Mann und alle anderen die uns den Aufenthalt auf Heimaey so angenehm gestaltet haben. Wir kommen bestimmt bald wieder.

Der Rückflug war bis auf einen kleinen Rumpler sehr ruhig.