

Heute starteten wir den zweiten Versuch, den Golden Circle auf eigene Faust mit einem Mietwagen zu fahren. Gegen 8:15 Uhr holten wir unseren kleinen "Nichts ist unmöglich" bei der Autovermietung ab und starteten nach einem kurzen Stop am Hotel in Richtung Süden. Auch diesmal nahmen wir die Abzweigung nach Nesjavellir, da wir an dem grossen Kraftwerk vorbeifahren wollten. Irgend wie hat sich aber in der Strassenführung etwas geändert und wir haben nur einige Rauchsäulen von weitem gesehen. Da es in der Nacht sehr kalt geworden war und wir auf der Strasse leicht in Rutschen kamen, verzichteten wir auf das Kraftwerk und setzten unsere Fahrt in Richtung Thingvellir fort. Dort machten wir einen Spaziergang über den geschichtsträchtigen Boden Islands und suchten zwischen den schroffen Lavafelsen nach Trollen. Nach diesem ersten Stop fuhren wir in Richtung Geysirgebiet, dachten wir, und kamen dabei etwas vom Kurs ab. Nach ca. 30 km Schotterpiste mit zum Teil halsbrecherischen Kombinationen aus Kuppen und Kurven kamen wir wieder auf eine asphaltierte Strasse und legten die restlichen Kilometer zurück. Um die Mittagszeit hatten wir das Geysirgebiet ganz für uns alleine und sahen einige grandiose Ausbrüche des Strokkur, wir hatten auf der Anfahrt sogar das Glück den Strokkur kurz nach dem Geysir in Aktion zu sehen. Den Geysir hatten wir bisher erst einmal erleben können. Nach einem kurzen Streifzug durch den Souvenirshop bestiegen wir wieder unseren Toyota und fuhren das kurze Stück zum Gullfoss. Natürlich war dort das erste Ziel das Restaurant mit der besten Lammsuppe Islands. Dermassen gestärkt begannen wir den Abstieg zum Wasserfall. Mittlerweile war die Sonne durch die Wolken gebrochen und wir sahen einige Regenbögen über dem Wasserfall, die wir versuchten mit unseren Fotoapparaten festzuhalten. Zwischendurch blies der Wind in unasere Richtung und wir hatten schon Angst, dass es ein Fehler war, die Regenhosen im Auto zu lassen, es wurde aber nicht so schlimm, da der Wind etwas nachlies bzw. in die andere Richtung blies. So kamen wir relativ trocken wieder oben am Parkplatz an. Jetzt ging es wieder zurück in Richtung selfoss auf die Ringstrasse. Sebastian spielte dabei mit der Strassenkarte in der Hand den Guide und lotste uns beinahe am Vulkan Kerid vorbei, den wir aber im letzten Moment doch noch sahen und so einen kurzen Fotostopp einlegen konnten.
Das nächste Ziel war Eden in Hveragerdi, wo zum Bedauern aller die Softeismaschine bereits zum Reinigen abgebaut war. Die Kinder holten sich trotzdem noch das langerwartete Eis und wir gingen durch das Treibhaus. Plötzlich hörten wir, wie es heftig zu regnen begann und beschlossen den Aufenthalt abzukürzen, da wir ja noch die Hellisheidi vor uns hatten. Dass dies eine gute Idee war, sahen wir als wir fast oben waren und der Regen immer mehr in Schnee überging. Auf der Hochfläche lag bereits sehr viel Schnee auf der Strasse und das Schneetreiben wurde so stark, dass man manchmal die entgegenkommenden Fahrzeuge erst sehr spät erkannte. Zum Glück ist der Abstieg von der Hochebene in Richtung Reykajvik ziemlich gleichmässig und nicht sehr steil, so dass wir zwar etwas langsamer aber sicher unten ankamen. Das 15% Gefälle in Richtung Hveragerdi hätten wir wohl nicht geschafft, genauso wie den Aufstieg zur Hellisheidi eine viertel Stunde später.
In Reykjavik haben wir Beate und das Gepäck im Hotel abgesetzt und sind zur Hertz gefahren. Nachdem das Auto übergeben war, folgte der Spaziergang zum Hotel auf dem wir von einsetzendem Regen überrascht wurden.
Das Abendesse haben wir für heute gestrichen, da alle noch satt waren von der Lammsuppe im Gullfosscafe, wir haben dann einen Skyr und etwas Gebäck gegessen und uns die Bilder des Tages angesehen.
Als Abschluss unserer Reise haben wir für morgen, unseren letzten Tag, noch einmal eine Fahrt zur Blauen Lagune gebucht. Danach wollen wir noch einmal in die Stadt um vielleicht noch etwas einzukaufen.