Sonntag, 12. Oktober 2008

8. Tag, 10.10.08 Auf Wiedersehen Akureyri


Heute hiess es Abschied nehmen von Akureyri. Der Abschied vom Hotel fiel uns nicht sehr schwer, da der Service dort sehr schlecht war. Das Zimmer wurde kein einziges Mal geputzt, ausser dass neue Handtücher gebracht wurden und der Papierkorb geleert wurde, tat sich nichts. Sogar die Betten haben wir selbst gemacht. Trotz aller guten Erfahrungen und der vielen Bekanntschaften, die uns die Aufenthalte in den KEA Häusern in den letzten 6 Jahren gebracht haben, werden wir das KEA-Hotel in Akureyri wohl nicht mehr buchen.

Nach dem Frühstück bestiegen wir unser Taxi und liessen uns zum Flughafen bringen. Dort studierten wir die Ankunfts- und Abflugzeiten und waren froh, dass gutes Wetter war und wir mit einem ruhigen Flug rechnen konnten. Der ganze Ablauf auf dem kleinen Airport mit den kleinen Maschinen war vor allem für die Kinder sehr interessant, wir kannten das ja schon. Die Fokker 50 landete pünktlich und kurz danach durften wir einsteigen. Schon beim Start gab es das erste Ooh.., da man unter der Tragfläche sah, wie das Rad eingefahren wurde. Die ersten Minuten sahen wir noch auf Akureyry und den Fjord hinunter und dann verschwanden wir in den Wolken, die schon kurze Zeit später aufgerissen sind und den Blick auf die Landschaft freigaben. Kaum hatten alle Ihre Getränke, senkte sich die Nase des Fliegers schon wieder in Richtung Erde. Kurz vor Erreichen des Flugplatzes in Reykjavik wurde die Fokker dann richtig durchgeschüttelt als sie vom Meer aufs Land flog, die Landung verlief aber absolut problemlos und wir weren schon Minuten später im Flughafen um auf unser Gepäck zu warten, mit dem wir uns in Richtung Taxi aufmachten. Im Hotel erwartete man uns bereits und so waren wir gleich im neuen Zimmer. Jetzt mussten nur noch die Koffer, die wir vor der Abfahrt nach Akureyri abgestellt hatten aus dem Keller geholt werden und alle swar wieder beisammen.
Nachdem wir die Koffer umgepackt hatten, unternahmen wir bei strahlendem Wetter noch einen Spaziergang zum Strand und hatten die nächste unerwartete Sichtung, in nur ca. 150 Metern vor dem Strand sahen wir für einige Augenblicke eine Robbe schwimmen.
Auf dem Weg zurück ins Hotel Björk, kam das Gespräch irgend wie auf Vorfahren und Verwandschaftsverhältnisse. Plötzlich war die Idee geboren so etwas ähnliches wie einen Stammbaum auzumalen, damit die Kinder sehen, woher sie kommen. Nach dem Abendessen im Potturin og Pannan suchten wir im Internet nach einer Freeware zur Stammbaumerstellung und installierten ein entsprechendes Programm auf dem Laptop. Nachdem die Bilder gesichert waren, sahen wir uns das Teil an und konnten nicht mehr aufhören. In kürzester Zeit waren über 40 Personen eingegeben und 4 Generationen standen, zumindest mit Namen, im Stammbaum. Das Arbeiten mit dem Programm machte so viel Spass und war so interessant, dass wir fast nicht aufhören konnten. Kurz vor 10 gingen die Lichter dann aber doch aus.