
Samstag ist Flohmarkttag in Reykjavik. Wir hatten den Wecker erst auf halb acht gestellt, waren aber vorher bereits wach. Nach dem Frühstück sind wir dann wieder am Strand entlang in Richtung Flohmarkt gelaufen. Wieder waren die riesigen Baustellen ein Anziehungspunkt für unsere Blicke. Unglaublich, wenn man sieht in welchem Tempo diese Stadt wächst und zwar in die Breite und in die Höhe. Auf dem Flohmarkt haben wir nichts gefunden, das uns gleich angesprochen hätte und die Cafeteria war so voll, dass wir uns entschlossen haben in der Stadt Kaffee zu trinken. Wir suchten uns dazu eine Bäckerei in der N ähe des Stadtsees Tjörnin aus, vorher waren wir noch in der Touristinformation um Infomaterial zu besorgen und im Rathaus, dort haben auf dem Island-Modell die Wege nachvollzogen, die wir in den zurückliegenden Tagen gefahren und geflogen sind. Nach der Stärkung mit Kuchen und Kaffee bzw. Kakao sind wir in Richtung Hauptstrasse aufgebrochen, allerdings nicht ohne Zwischenstation in verschiedenen Andenken- und Buchläden zu machen. Durch die vielen Leute, die uns entgegen kamen und durch ein Mädchen, das gestern im Flugzeug sass und strickte, kam Desirée plötzlich auf die Idee, das auch auszuprobieren, um einen so tollen Pullover zu bekommen. Auf dem Weg zur Hallgrimm Kirche, besuchten wir deshalb das Geschäft der Handknitting Association und kauften isländische Schafschurwolle. Nach der Besichtigung der Kirche, von der im Moment der Turm wegen Sanierungsarbeiten komplett eingerüstet ist, kam dann plötzlich die Frage nach Stricknadeln auf, da Desirée es nicht mehr erwarten konnte ihren ersten selbst gestrickten Schal zu tragen. Keine Ahnung wer und wie, aber irgend einer von uns erwähnte plötzlich asiatische Essstäbchen. Als wir an einem Chinarestaurant vorbeikamen wollte aber niemand rein und welche organisieren. Zum Glück gab es aber unterwegs noch einen asiatischen Supermarkt. Jetzt sitzt Desirée also im Bett und strickt wie wild vor sich hin. Die Oma darf dann alle viertel SYtunde die verlorenen Maschen wieder aufnehmen, weil die Erwartung auf den Schal grösser ist als die Geduld beim Stricken und so eben viel zu hastig und unvorsichtig "gehuddelt" wird. Für den Anfang macht sie das aber ganz gut.
Eine Anfrage nach Daten für den die Ahnentafel per e-mail an zuhause blieb leider ziemlich erfolglos. Sebastian hat sich deshalb entschlossen in der Lobby das WM Qualifikationsspiel Niederlande gegen Island anzusehen.
Bleibt noch zu erwähnen, dass wir für das Abendessen wieder im Potturin og Pannan waren und beide Kinder sich für das gegrillte Lamm entschieden haben. Mmmhhh....